Andere Urwälder

Eine kleine Übersicht weiterer Urwälder

Hier habe ich einige wichtige Urwälder aufgelistet, welche (noch) nicht auf dieser Website erscheinen. Die Liste ist weit entfernt vollständig zu sein!

Albanien

  • Rrajca Rotbuchen (Fagus sylvatica) – Weiß-Tannen (Abies alba) -Wald, auch Rumelische Kiefer (Pinus peuce) 1. Rrajca (21 km2) liegt im Shebenik–Jabllanicë-Nationalpark. Allerdings ist nicht die ganze Waldfläche Urwald, und ein Teil vom Rrajca ist oberhalb der Waldgrenze. Rrajca darf nur zu Forschungszwecken und mit Guide betreten werden.

Bosnien-Herzegowina

  • Janj: 57 ha Urwald. Buche – Weiß-Tanne – Gemeine Fichte (Picea abies).
  • Lom: 56 ha Urwald. Buche – Weiß-Tanne – Gemeine Fichte. Nur zu Forschungszwecken zugänglich.

Finnland

  • Lemmenjoki: Der größte Nationalpark Finnlands (2858 km2), ca. 50 % bewaldet, überwiegend mit Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) und Fjell-Birke (Betula pubescens var. pumila). Im südlichsten Teil einige frühere Abholzungen.2 Grenzt an den norwegischen Øvre-Anárjohka-Nationalpark an (1409 km2, überwiegend Fjell-Birke und baumlos).
  • Vesijako: Der unberührteste Wald (114 ha) Südfinnlands. Gemeine Fichte – Wald-Kiefer. Im Vesijako wächst der höchste einheimische Baum Finnlands, eine 45 m hohe Fichte. Vesijako darf nur mit einer Forschungsgenehmigung betreten werden.

Rumänien

  • Cheile Nerei–Beusnita: Buchendominierter Urwald auf Kalkstein mit vielfältigen Mischarten. Cheile Nerei–Beusnita ist 42,9 km2 groß, einschließlich einigen halbnatürlichen Wiesen. Liegt im gleichnamigen Nationalpark.3
  • Gemenele: Liegt im Retezat-Nationalpark. Das sehr steile Reservat (16,3 km2) reicht vom Buchenwald des Talbodens über Bergmischwald, Fichtenwald und Latschendickicht (Pinus mugo) bis in die alpine Zone und zum Gipfel des Retezat (2482 m).

Schweden

  • Hamra: Der Hamra-Nationalpark ist heute 14 km2 groß, aber nur der ursprüngliche Teil von 28 ha ist sehr urwaldartig, davon sind 21 ha Fichten-Kiefern-Wald, der Rest ist Moor und Wasser. Pfad.4
  • Sjaunja – Stora Sjöfallet: Das Sjaunja-Naturreservat (2851 km2) hat 580 km2 Fichten- und Kiefernwald und 525 km2 Fjell-Birkenwald. Die Wälder haben meistenteils einen ausgeprägten Urwaldcharakter. Schwierig zu betreten aufgrund von Mooren, Flüssen und großen Entfernungen.5 Der angrenzende Stora-Sjöfallet-Nationalpark (1278 km2) hat 281 km2 Fjell-Birkenwald und 26 km2 Kiefernwald. Ein Wasserreservoir und eine Straße unterteilen den Stora-Sjöfallet-Nationalpark in einen westlichen und einen östlichen Teil. Der östliche Teil grenzt an das Sjaunja-Reservat an und der westliche Teil an den weitgehend baumlosen Sarek-Nationalpark.4

Schweiz

  • Derborence: Weiß-Tannen–Gemeine Fichtenurwald. 52 ha, davon 22 ha bewaldet.6

Slowakei

  • Vihorlat: Von Buchen dominierter Urwald (28 ha). Innerhalb eines Militärgeländes, daher nicht begehbar.

Slowenien

  • Pečka: Buchen – Weiß-Tannenurwald (60 ha).
  • Rajhenavski Rog: Buchen – Weiß-Tannenurwald (51 ha). Geschützt seit 1894.

Tschechien

  • Boubín: Boubínský prales, in Deutschland bekannt als Kubany-Urwald. Buche – Weiß-Tanne – Gemeine Fichte. Urwald 47 ha. Verbiss durch Rehe, obwohl eingezäunt (Zaun oft durchbrochen). Ein Wanderweg verläuft außerhalb des Zauns.

Ukraine

  • Maramarosch: Auch Maramorosch, Marmarosch oder Maramures genannt. Buche – Weiß-Tanne – Gemeine Fichte. 21 km2 Urwald. Da Maramarosch in der Grenzzone liegt, kann es nur mit einer Sondergenehmigung betreten werden.7
  • Uholka–Shyrikyi Luh – Wurde als der größte (88 km2) Urwald der europäischen gemäßigten Zone (außerhalb Russlands) benannt. Allerdings ist der Urwald in zwei getrennte ungefähr gleichgroßen Teile geteilt: Uholka und Shyrikyi Luh; zusätzlich ist der unberührte Teil von Shyrikyi Luh nur knapp zusammenhängend7. Trotzdem einer der größten Urwälder. Buchenwald3. In jüngster Zeit kleine illegale Abholzungen8. Kurze Wanderwege7.

KR

Referenzen:

  1. Knapp, H. D. Schroeder, C. & Schwaderer, G. (2014): Report of the Excursion to Ancient Beech Forests in Albania and Macedonia. EuroNatur Spezial 01/2014.
  2. Lemmenjoen kansallispuiston hoito- ja käyttösuunnitelma (2009). Metsähallitus.
  3. http://whc.unesco.org/en/list/1133/documents/
  4. Sweden’s National Parks (1998). Swedish Environmental Protection Agency.
  5. Naturreservatet Sjávnja/Sjaunja i Gällivare kommun – Utvidgning av reservatet samt revidering av föreskrifter. Länsstyrelsen Norrbotten. 2011.
  6. Brang, P., Heiri, C. & Bugmann, H. (Red.): Waldreservate. 50 Jahre natürliche Waldentwicklung in der Schweiz. Haupt.
  7. Brändli, U.-B., Dowhanytsch, J. (Ed.) 2003: Urwälder im Zentrum Europas. Ein Naturführer durch das Karpaten-Biosphärenreservat in der Ukraine. Birmensdorf, Eidgenössische Forschungsanstalt WSL; Rachiw. Haupt.
  8. Pers. comm.